Vor ein paar Tagen veröffentlichte die DAK ihren jährlichen „Psychoreport“, bei dem die Daten von 2,5 Millionen Versicherten ausgewertet wurden.

Der Erhebung zufolge lagen die psychischen Erkrankungen 2018 demnach bundesweit auf dem dritten Platz der Krankheitsarten, die Fehlzeiten begründeten. Ausgehend von den Daten der DAK-Gesundheit waren rund 2,2 Millionen Menschen betroffen. Besonders interessant: die Zunahme der Arbeitsunfähigkeit von Berufstätigen aufgrund psychischer Erkrankungen ist seit Jahren die auffälligste Entwicklung im Bereich der Arbeitsunfähigkeit. Im Vergleich zum Start der Erhebung 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage aufgrund von Depressionen oder Anpassungsstörungen mehr als verdreifacht.

Was auf den ersten Blick erschreckend aussieht, ist durchaus positiv zu betrachten: Mehr Krankschreibungen aufgrund von psychischen Belastungen deuten darauf hin, dass sich mehr Menschen trauen, sich bei ihrem Arzt über ihre psychischen Leiden wie Depressionen oder Angststörungen anzuvertrauen. Die Zahl der psychischen Erkrankungen ist laut DAK nämlich ungefähr so wie in den vergangenen Jahren.

Die Zusatzdiagnose Burnout ist dagegen in diesem Jahr zurückgegangen. Seit 2012 halbierte sich die Anzahl der Fehltage, bei denen Burnout bzw. Erschöpfungssyndrom auf den Krankschreibungen diagnostiziert wurde. 2018 verursachte Burnout 5,3 Fehltage je 100 Versicherte, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 4,6 Fehltagen je 100 Versicherte. Allerdings könnte das bedeuten, dass Versicherte mit ihren psychischen Leiden bereits viel früher in ärztliche Behandlung gehen und sich nicht so lange durchschleppen, bis nichts mehr geht.

Hier geht’s zum DAK-Psychoreport 2019.